Aktuelle Forsa-Umfrage zu Berlin:
CDU 22%, SPD 27%, Grüne 18%, FDP 1%, Linke 10%, Piraten 15%, Sonstige 8%
Beim Zusammenzählen merkt man schnell, dass da was nicht stimmen kann. Es kommt 101 heraus!
Vielleicht ist hier ja eine Adaption des griechischen Wahlrechts (siehe hier) benutzt, nach der CDU/SPD ein Bonusprozent bekommt?
Dienstag, 29. Mai 2012
Sonntag, 22. April 2012
Montag, 16. April 2012
Fußballfakt der Woche
Am Mittwoch jubelte ganz Fußballdeutschland - Dortmund besiegte den FC Bayern zum vierten Mal hintereinander. Zur Erinnerung:
3.10.10 Dortmund - Bayern 2:0 (52. Barrios, 60. Sahin - Gomez Note 4)
26.2.11 Bayern - Dortmund 1:3 (9. Barrios, 15. Luiz Gustavo, 18. Sahin, 60. Hummels - Gomez Note 5)
19.11.11 Bayern - Dortmund 0:1 (65. Götze - Gomez Note 5)
11.4.12 Dortmund - Bayern 1:0 (77. Lewandowski - Gomez Note 4,5)
Eine unfassbare Serie - historisch einmalig? Nicht ganz: Werder Bremen schaffte mit Otto Rehhagel ein ähnliches Kunststück in den Jahren 1991-93:
30.11.91 Bayern - Werder 3:4 (7. Rufer, 30. Bode, 52. Kohn, 53. Mazinho, 67. Reck (Eigentor), 85. Borowka, 89. Mazinho)
24.10.92 Bayern - Werder 1:3 (43. Rufer (Handelfmeter), 65. Rufer, 69. Herzog, 85. Thon (Foulelfmeter)
26.4.93 Werder - Bayern 4:1 (29. Ziege, 45. Rufer (Foulelfmeter), 52. Rufer (Foulelfmeter), 68. Herzog, 79. Hobsch)
9.9.93 Werder - Bayern 1:0 (52. Hobsch)
Wettbewerbsübergreifend gab es sogar eine Serie von fünf Siegen in Folge gegen Bayern, hingelegt von Eintracht Frankfurt 1976-77:
4.12.76 Bayern - Frankfurt 0:3 (30. Nickel, 74. Hölzenbein (Foulelfmeter), 77. Hölzenbein)
14.5.77 Frankfurt - Bayern 2:1 (32. Rummenigge, 34. Nickel, 52. Hölzenbein)
23.11.77 Frankfurt - Bayern 4:0 [UEFA-Cup-Achtelfinale] (23. Grabowski, 37. Hölzenbein, 66. Kraus, 67. Skala)
26.11.77 Frankfurt - Bayern 4:0 (!) (4. Hölzenbein, 38. Wenzel, 56. Kraus, 75. Grabowski)
7.12.77 Bayern - Frankfurt 1:2 [UEFA-Cup-Achtelfinale] (2. Rummenigge, 83. Wenzel, 86. Hölzenbein)
wobei das 0:4 am 26.11. gleichzeitig die fünfte Bundesliga-Niederlage am Stück der Bayern war, anscheinend ebenfalls Rekord.
3.10.10 Dortmund - Bayern 2:0 (52. Barrios, 60. Sahin - Gomez Note 4)
26.2.11 Bayern - Dortmund 1:3 (9. Barrios, 15. Luiz Gustavo, 18. Sahin, 60. Hummels - Gomez Note 5)
19.11.11 Bayern - Dortmund 0:1 (65. Götze - Gomez Note 5)
11.4.12 Dortmund - Bayern 1:0 (77. Lewandowski - Gomez Note 4,5)
Eine unfassbare Serie - historisch einmalig? Nicht ganz: Werder Bremen schaffte mit Otto Rehhagel ein ähnliches Kunststück in den Jahren 1991-93:
30.11.91 Bayern - Werder 3:4 (7. Rufer, 30. Bode, 52. Kohn, 53. Mazinho, 67. Reck (Eigentor), 85. Borowka, 89. Mazinho)
24.10.92 Bayern - Werder 1:3 (43. Rufer (Handelfmeter), 65. Rufer, 69. Herzog, 85. Thon (Foulelfmeter)
26.4.93 Werder - Bayern 4:1 (29. Ziege, 45. Rufer (Foulelfmeter), 52. Rufer (Foulelfmeter), 68. Herzog, 79. Hobsch)
9.9.93 Werder - Bayern 1:0 (52. Hobsch)
Wettbewerbsübergreifend gab es sogar eine Serie von fünf Siegen in Folge gegen Bayern, hingelegt von Eintracht Frankfurt 1976-77:
4.12.76 Bayern - Frankfurt 0:3 (30. Nickel, 74. Hölzenbein (Foulelfmeter), 77. Hölzenbein)
14.5.77 Frankfurt - Bayern 2:1 (32. Rummenigge, 34. Nickel, 52. Hölzenbein)
23.11.77 Frankfurt - Bayern 4:0 [UEFA-Cup-Achtelfinale] (23. Grabowski, 37. Hölzenbein, 66. Kraus, 67. Skala)
26.11.77 Frankfurt - Bayern 4:0 (!) (4. Hölzenbein, 38. Wenzel, 56. Kraus, 75. Grabowski)
7.12.77 Bayern - Frankfurt 1:2 [UEFA-Cup-Achtelfinale] (2. Rummenigge, 83. Wenzel, 86. Hölzenbein)
wobei das 0:4 am 26.11. gleichzeitig die fünfte Bundesliga-Niederlage am Stück der Bayern war, anscheinend ebenfalls Rekord.
Sonntag, 15. April 2012
Konferenzeindruck Nr. 53
Von der Konferenz "Toward a Global Psychology":
Seminarraum, sehr schlecht ausgeschildert. Die meisten Leute sind offenbar jetzt da, die Vorträge sollten eigentlich vor 10 Minuten losgehen. Die Sitzungsleiterin (heißt "chair" so?) steht vorne und klickt irgendwas auf dem Windows-Rechner herum. Die Leute unterhalten sich. Irgendwann ergreift die Sitzungsleiterin das Wort:
"Oh, it's so wonderful to see how much communication there is at this meeting! And it's been such a great conference. So why don't we start by sharing a bit about how our day has been so far... you in the back, maybe you could start? How is your day?"
Seminarraum, sehr schlecht ausgeschildert. Die meisten Leute sind offenbar jetzt da, die Vorträge sollten eigentlich vor 10 Minuten losgehen. Die Sitzungsleiterin (heißt "chair" so?) steht vorne und klickt irgendwas auf dem Windows-Rechner herum. Die Leute unterhalten sich. Irgendwann ergreift die Sitzungsleiterin das Wort:
"Oh, it's so wonderful to see how much communication there is at this meeting! And it's been such a great conference. So why don't we start by sharing a bit about how our day has been so far... you in the back, maybe you could start? How is your day?"
Montag, 2. April 2012
Samstag, 31. März 2012
Auslandspolitik
Die zweitwichtigste Wahl der nächsten Zeit findet wohl Ende April oder Anfang Mai in Griechenland statt, wo sich der mündige Bürger zwischen Freiheit und Kapitalismus wird entscheiden können.
Auch in Griechenland gibt es Meinungsumfragen; was prognostizieren die? Als Service für die Leser habe ich die griechische Parteienlandschaft "übersetzt" und zu jeder Partei die vergleichbarste deutsche Partei herausgefunden.
Zuerst zur Einordnung das Ergebnis der letzten Wahl von 2009:
PASOK (SPD) 43,9%, ND (CDU) 33,5%, KKE (DKP) 7,5%, LAOS (CSU) 5,6%, SYRIZA (Linke (West)) 4,6%, OP (Grüne) 2,5%.
Die "Grünen" damit unterhalb der 3%-Hürde und die "SPD" mit klarer Mehrheit im Parlament - dank der lustigen Regel, nach der die stärkste Partei 40 Sitze (von 300) extra bekommt! Das soll wohl für "stabile Mehrheiten" sorgen, vor allem da bis vor kurzem die meisten immer "SPD" und "CDU" gewählt haben. Für die jetzige Wahl ist dieser "Siegerbonus" übrigens auf 50 Sitze vergrößert worden.
Hier also die aktuelle Prognose, gemittelt aus den drei aktuellen Prognosen verschiedener Meinungsforschungsinstitute:
ND (CDU) 23,5%, PASOK (SPD) 12,3%, KKE (DKP) 12,2%, SYRIZA (Linke (West)) 12,2%, DIMAR (Linke (Ost)) 12,5%, ANEL (Die Freiheit/Freie Wähler) 8,2%, LAOS (CSU) 3,7%, XA (NPD) 3,7%, OP (Grüne) 2,8%, DISY (FDP) 2,2%, Andere 6,7%
Prognostizierte Sitzverteilung (von 300):
ND (CDU) 117 (+26), PASOK (SPD) 35 (-125), KKE (DKP) 35 (+14), SYRIZA (Linke (West)) 35 (+22), DIMAR (Linke (Ost)) 35 (+35), ANEL (Die Freiheit/Freie Wähler) 23 (+23), LAOS (CSU) 10 (-5), XA (NPD) 10 (+10)
Dank des 50-Sitze-Bonus also eine hauchdünne Mehrheit für die "große Koalition" von 152 Sitzen, gegenüber 105 Sitzen der linken und 43 Sitzen der rechten Parteien. Ob das reicht? Es bleibt spannend...
Auch in Griechenland gibt es Meinungsumfragen; was prognostizieren die? Als Service für die Leser habe ich die griechische Parteienlandschaft "übersetzt" und zu jeder Partei die vergleichbarste deutsche Partei herausgefunden.
Zuerst zur Einordnung das Ergebnis der letzten Wahl von 2009:
PASOK (SPD) 43,9%, ND (CDU) 33,5%, KKE (DKP) 7,5%, LAOS (CSU) 5,6%, SYRIZA (Linke (West)) 4,6%, OP (Grüne) 2,5%.
Die "Grünen" damit unterhalb der 3%-Hürde und die "SPD" mit klarer Mehrheit im Parlament - dank der lustigen Regel, nach der die stärkste Partei 40 Sitze (von 300) extra bekommt! Das soll wohl für "stabile Mehrheiten" sorgen, vor allem da bis vor kurzem die meisten immer "SPD" und "CDU" gewählt haben. Für die jetzige Wahl ist dieser "Siegerbonus" übrigens auf 50 Sitze vergrößert worden.
Hier also die aktuelle Prognose, gemittelt aus den drei aktuellen Prognosen verschiedener Meinungsforschungsinstitute:
ND (CDU) 23,5%, PASOK (SPD) 12,3%, KKE (DKP) 12,2%, SYRIZA (Linke (West)) 12,2%, DIMAR (Linke (Ost)) 12,5%, ANEL (Die Freiheit/Freie Wähler) 8,2%, LAOS (CSU) 3,7%, XA (NPD) 3,7%, OP (Grüne) 2,8%, DISY (FDP) 2,2%, Andere 6,7%
Prognostizierte Sitzverteilung (von 300):
ND (CDU) 117 (+26), PASOK (SPD) 35 (-125), KKE (DKP) 35 (+14), SYRIZA (Linke (West)) 35 (+22), DIMAR (Linke (Ost)) 35 (+35), ANEL (Die Freiheit/Freie Wähler) 23 (+23), LAOS (CSU) 10 (-5), XA (NPD) 10 (+10)
Dank des 50-Sitze-Bonus also eine hauchdünne Mehrheit für die "große Koalition" von 152 Sitzen, gegenüber 105 Sitzen der linken und 43 Sitzen der rechten Parteien. Ob das reicht? Es bleibt spannend...
Aus der Bundesligageschichte
Die bisher schlechtesten Offensivleistungen (gemessen an der Anzahl der Tore in einer Saison) in 48 Jahren Bundesliga:
Platz 1: Tasmania 1900 Berlin, Saison 1965/66: 15:108 Tore und 10 Punkte (nach 3-Punkte-Regel)
Platz 2: Borussia Mönchengladbach, Saison 2006/07: 23:44 Tore und 26 Punkte
Platz 3: 1.FC Köln, Saison 2001/02: 26:61 Tore und 29 Punkte; Fortuna Düsseldorf, Saison 1996/97: 26:57 Tore und 33 Punkte
Platz 1: Tasmania 1900 Berlin, Saison 1965/66: 15:108 Tore und 10 Punkte (nach 3-Punkte-Regel)
Platz 2: Borussia Mönchengladbach, Saison 2006/07: 23:44 Tore und 26 Punkte
Platz 3: 1.FC Köln, Saison 2001/02: 26:61 Tore und 29 Punkte; Fortuna Düsseldorf, Saison 1996/97: 26:57 Tore und 33 Punkte
Demokratie in der Praxis
Man kennt es aus fast allen "demokratischen" Ländern (z.B. Deutschland, den USA oder auch Großbritannien): Damit man das Ganze "Demokratie" nennen kann, gibt es auf dem Wahlzettel mehr als "Ja" und "Nein", aber 90% der Leute entscheiden sich für "Alternativen", deren Unterschiede selbst mit dem Rastertunnelmikroskop kaum zu erkennen sind. Befördert wird solches Verhalten durch abgefucktes Wahlrecht wie in Großbritannien, in dem jede Stimme außerhalb des Mainstreams scheinbar eine Stimme im Gully ist.
Vor diesem Hintergrund gab es gestern eine Nachwahl in einem britischen Wahlkreis, nachdem der bisherige (Labour-)Abgeordnete aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug ankündigte. In einem Wahlkreis (Bradford West) im Norden, der seit 1974 immer von Labour gewonnen wurde.
Was machen also die Leute in einer solchen Situation? Hier das Wahlergebnis:
Labour-Pappnase 25% (-20,3), Tory-Pappnase 8,4% (-22,7), LibDem-Pappnase 4,6% (-7,1)
Gewonnen hat George Galloway, sowas wie der Oskar Lafontaine der britischen Politik, mit 55,9%! (Der letzte Kandidat seiner Partei "Respect" hatte beim letzten Mal 3,1%.)
Unnötig zu erwähnen, dass manche Leute ordentlich in den Wettbüros abgeräumt haben.
Wäre ein solches Verhalten in Deutschland, USA, ... denkbar? Sicher nicht. Chapeau, ihr Engländer!
Vor diesem Hintergrund gab es gestern eine Nachwahl in einem britischen Wahlkreis, nachdem der bisherige (Labour-)Abgeordnete aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug ankündigte. In einem Wahlkreis (Bradford West) im Norden, der seit 1974 immer von Labour gewonnen wurde.
Was machen also die Leute in einer solchen Situation? Hier das Wahlergebnis:
Labour-Pappnase 25% (-20,3), Tory-Pappnase 8,4% (-22,7), LibDem-Pappnase 4,6% (-7,1)
Gewonnen hat George Galloway, sowas wie der Oskar Lafontaine der britischen Politik, mit 55,9%! (Der letzte Kandidat seiner Partei "Respect" hatte beim letzten Mal 3,1%.)
Unnötig zu erwähnen, dass manche Leute ordentlich in den Wettbüros abgeräumt haben.
Wäre ein solches Verhalten in Deutschland, USA, ... denkbar? Sicher nicht. Chapeau, ihr Engländer!
Samstag, 24. März 2012
Hoyzerismus heute
Wer sich wie ich verwundert die Augen reibt, warum Real Madrid dieses Jahr nach gefühlten 25 Jahren mal wieder spanischer Meister werden soll, darf sich gerne mal dieses Video angucken:
So einen Schiri habe ich bisher nur bei FIFA98 gesehen!
So einen Schiri habe ich bisher nur bei FIFA98 gesehen!
Impressionen aus Kanada (2)
Letzte Woche Dienstag konnte ich nun endlich meine neue Wohnung beziehen und habe jetzt also auch ein Zuhause in Kana-da. Ganz nette Wohnung, ein Raum mit Küchenecke und Bad, Balkon, schöner Ausblick vom 14. Stock (für Kanadier: 16.) über ein paar nahegelegene Wälder. Aber erstmal keine Möbel! Das wurde mir nach ein paar Tagen Schlaf auf der Luftmatratze und dem mehr oder weniger kompletten Überwinden meiner gesundheitlichen Probleme dann doch zu doof. Also ab zu IKEA!
Der nächste IKEA ist nun nicht um die Ecke, aber auch nicht furchtbar weit weg. Möchte man meinen! Also machte ich mich an einem schönen Sonntag auf den Weg, nach einiger Recherche bzgl. öffentlicher Verkehrsmittel (die im Wesentlichen darin bestand, bei Google Maps auf das Bus-Symbol zu klicken). Es sei angemerkt, dass die Situation an einem Wochentag nur unwesentlich besser gewesen wäre. Aufgestanden war ich im Morgengrauen, und gegen 8.20 ging es dann los zum Busterminal, um den Bus nach Mississauga um kurz nach 9 zu bekommen. Dieser kam dann mit 20 Minuten Verspätung und hielt kurz an, der Fahrer teilte uns mit, dass der Bus jetzt schon voll sei und wir warten müssten. Sie hätten aber schon einen losgeschickt. Immerhin, denn der nächste reguläre Bus wäre erst drei Stunden später gekommen.
Der Ersatzbus kam dann irgendwann kurz nach 10 und es konnte losgehen. Wenigstens war mittlerweile die Sonne da und schien sommerlich in die Gegend. Am Busterminal in Mississauga erwischte ich dann gerade so den nächsten Bus, der mich durch die Stadt zum Bahnhof bringen sollte, an dem der Zug nach Burlington fuhr, wo ja IKEA ist. Um mit diesem Bus mitzufahren, muss man $3.25 abgezählt dabei haben und beim Fahrer in einen Schlitz werfen. Kurz vor 12 waren wir am Bahnhof, gerade rechtzeitig für den (sonst einmal die Stunde fahrenden) Zug um 12.08. Dieser kündigte sich dann von weitem sicht- und hörbar mit lautem Gebimmel an und war einfach unfassbar groß! Zehn riesige Wagen, insgesamt so lang wie ein Intercity in Deutschland. So schnell ist er leider nicht, aber schafft die 33 km immerhin in 35 Minuten. Vom Bahnhof muss man dann bloß noch ne halbe Stunde laufen und ist bei IKEA! Um 13.20 war ich dann also endlich da.
IKEA ist in Kanada ganz genau so wie in Deutschland: Gleiche Möbel, gleiche Ladenaufteilung, gleiches Essen im Restaurant, sogar die gleichen Namen (also auch "Kaffe", "Sparsam", etc.) - verstehen die Kanadier dann ja gar nicht! Allerdings zeigt sich im Bistro eine kanadische Eigenheit, indem auf die Preise, die auf den Schildern stehen, noch Steuern bezahlt werden müssen! So kostet der Kaffee im Bistro nicht 1 Dollar, sondern $1.05! Sinnlos in Kanada. Immerhin kriegt man so genug Wechselgeld raus für den Bus zurück.
Nach drei Stunden hatte ich alles, was ich brauchte, netterweise gibt es auch in Kanada einen Nach-Hause-Lieferservice für die seltsamen gesellschaftlichen Außenseiter ohne Auto. Da lud ich nach dem Einkauf die Möbel ab, musste aber das Poäng-Polster selbst tragen. Kuntz!
Der Rückweg verlief recht unspannend und ohne große Probleme, ich erwischte diesmal sogar einen "Express-Bus", der mich statt in Kitchener an der Uni Waterloo rausließ, was aber vom Laufweg auch egal ist.
Die Möbel waren dann gleich Montagnachmittag da, was ein Service. 5 Minuten später kam ein Anruf auf mein Handy mit einer Computerstimme, die meine Zufriedenheit von 1 bis 5 bewertet wissen will. Kein Bock, der gleiche Anruf kam nämlich schon morgens, 5 Minuten nachdem mein Internet eingerichtet wurde....
Der nächste IKEA ist nun nicht um die Ecke, aber auch nicht furchtbar weit weg. Möchte man meinen! Also machte ich mich an einem schönen Sonntag auf den Weg, nach einiger Recherche bzgl. öffentlicher Verkehrsmittel (die im Wesentlichen darin bestand, bei Google Maps auf das Bus-Symbol zu klicken). Es sei angemerkt, dass die Situation an einem Wochentag nur unwesentlich besser gewesen wäre. Aufgestanden war ich im Morgengrauen, und gegen 8.20 ging es dann los zum Busterminal, um den Bus nach Mississauga um kurz nach 9 zu bekommen. Dieser kam dann mit 20 Minuten Verspätung und hielt kurz an, der Fahrer teilte uns mit, dass der Bus jetzt schon voll sei und wir warten müssten. Sie hätten aber schon einen losgeschickt. Immerhin, denn der nächste reguläre Bus wäre erst drei Stunden später gekommen.
Der Ersatzbus kam dann irgendwann kurz nach 10 und es konnte losgehen. Wenigstens war mittlerweile die Sonne da und schien sommerlich in die Gegend. Am Busterminal in Mississauga erwischte ich dann gerade so den nächsten Bus, der mich durch die Stadt zum Bahnhof bringen sollte, an dem der Zug nach Burlington fuhr, wo ja IKEA ist. Um mit diesem Bus mitzufahren, muss man $3.25 abgezählt dabei haben und beim Fahrer in einen Schlitz werfen. Kurz vor 12 waren wir am Bahnhof, gerade rechtzeitig für den (sonst einmal die Stunde fahrenden) Zug um 12.08. Dieser kündigte sich dann von weitem sicht- und hörbar mit lautem Gebimmel an und war einfach unfassbar groß! Zehn riesige Wagen, insgesamt so lang wie ein Intercity in Deutschland. So schnell ist er leider nicht, aber schafft die 33 km immerhin in 35 Minuten. Vom Bahnhof muss man dann bloß noch ne halbe Stunde laufen und ist bei IKEA! Um 13.20 war ich dann also endlich da.
IKEA ist in Kanada ganz genau so wie in Deutschland: Gleiche Möbel, gleiche Ladenaufteilung, gleiches Essen im Restaurant, sogar die gleichen Namen (also auch "Kaffe", "Sparsam", etc.) - verstehen die Kanadier dann ja gar nicht! Allerdings zeigt sich im Bistro eine kanadische Eigenheit, indem auf die Preise, die auf den Schildern stehen, noch Steuern bezahlt werden müssen! So kostet der Kaffee im Bistro nicht 1 Dollar, sondern $1.05! Sinnlos in Kanada. Immerhin kriegt man so genug Wechselgeld raus für den Bus zurück.
Nach drei Stunden hatte ich alles, was ich brauchte, netterweise gibt es auch in Kanada einen Nach-Hause-Lieferservice für die seltsamen gesellschaftlichen Außenseiter ohne Auto. Da lud ich nach dem Einkauf die Möbel ab, musste aber das Poäng-Polster selbst tragen. Kuntz!
Der Rückweg verlief recht unspannend und ohne große Probleme, ich erwischte diesmal sogar einen "Express-Bus", der mich statt in Kitchener an der Uni Waterloo rausließ, was aber vom Laufweg auch egal ist.
Die Möbel waren dann gleich Montagnachmittag da, was ein Service. 5 Minuten später kam ein Anruf auf mein Handy mit einer Computerstimme, die meine Zufriedenheit von 1 bis 5 bewertet wissen will. Kein Bock, der gleiche Anruf kam nämlich schon morgens, 5 Minuten nachdem mein Internet eingerichtet wurde....
Samstag, 17. März 2012
Gomez - wie nutzlos
Dass Gomez nichts kann außer Tore schießen, weiß wohl jeder. Aber bringen wenigstens seine Tore etwas? Die Analyse der Statistik zeigt ganz klar:
Von 22 Bundesligatoren (klingt ja erstmal toll) dieses Jahr gab es genau vier (!), die am Spielausgang etwas änderten: Beim 3:0 in Kaiserslautern durfte er zwei Elfmeter schießen (immerhin einer drin!) und das brachte den Sieg, er machte ein Tor beim 2:1 in Augsburg und zwei Tore beim 2:1 in Stuttgart.
Was waren die ganzen anderen Tore? Vier Tore bei einem 7:0, zwei Tore bei einem 4:0, drei Tore bei einem 7:1... braucht kein Mensch!
Spiele, in denen Gomez nicht traf: 0:1, 1:0, 3:0, 0:0, 1:2, 0:1, ...., 0:0, 2:0, 0:2
Da hatte man einen Stürmer gebrauchen können! Und wer war da? Gomez nicht!
Von 22 Bundesligatoren (klingt ja erstmal toll) dieses Jahr gab es genau vier (!), die am Spielausgang etwas änderten: Beim 3:0 in Kaiserslautern durfte er zwei Elfmeter schießen (immerhin einer drin!) und das brachte den Sieg, er machte ein Tor beim 2:1 in Augsburg und zwei Tore beim 2:1 in Stuttgart.
Was waren die ganzen anderen Tore? Vier Tore bei einem 7:0, zwei Tore bei einem 4:0, drei Tore bei einem 7:1... braucht kein Mensch!
Spiele, in denen Gomez nicht traf: 0:1, 1:0, 3:0, 0:0, 1:2, 0:1, ...., 0:0, 2:0, 0:2
Da hatte man einen Stürmer gebrauchen können! Und wer war da? Gomez nicht!
Freitag, 16. März 2012
Längst vergessene Meinungen der Fußballreportage, plötzlich wieder zeitgemäß (23)
Gestern gehört bei Schalke - Enschede (Kabel 1):
"Die rote Karte für Matip letzte Woche hat ja wieder viele Diskussionen neu entfacht, under anderem ob die unsinnige Notbremsenregelung nicht endlich abgeschafft werden muss..."
Da fühlt man sich doch gleich ca. 17 Jahre jünger...
"Die rote Karte für Matip letzte Woche hat ja wieder viele Diskussionen neu entfacht, under anderem ob die unsinnige Notbremsenregelung nicht endlich abgeschafft werden muss..."
Da fühlt man sich doch gleich ca. 17 Jahre jünger...
Mittwoch, 29. Februar 2012
Volksverdummung Teil 32
Heute morgen auf n-tv: "BREAKING NEWS: UMFRAGE - FDP PROFITIERT VON GAUCK-DEBATTE"
Übersetzung: In der neuen Forsa-Umfrage steigt die FDP von 2% auf 3%!
SPON zum gleichen Thema übrigens:
Bei der Kür des Bundespräsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent.
So macht man sich die Welt, wiedewiddewie usw.
Übersetzung: In der neuen Forsa-Umfrage steigt die FDP von 2% auf 3%!
SPON zum gleichen Thema übrigens:
Bei der Kür des Bundespräsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent.
So macht man sich die Welt, wiedewiddewie usw.
Freitag, 24. Februar 2012
Dienstag, 21. Februar 2012
Habemus praeses
Deutschland jubelt - wieder mal ein neuer Präsident. Ähnlich wie 2004 mit Horst Köhler ein Kandidat, der stellvertretend stehen soll für neue neoliberale Politik, ab 2013 dann ja vielleicht endlich mit einer Koalition der nationalen Einheit aus CDU/CSU/SPD/FDP/Grünen. Aber hat Horstl wirklich das gehalten, was man sich von ihm versprochen hat?
Im März 2005 offenbar schon noch: "Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt brauchen wir in Deutschland jetzt eine politische Vorfahrtsregel für Arbeit. Was der Schaffung und Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze dient, muss getan werden. Was dem entgegensteht, muss unterlassen werden. Was anderen Zielen dient, und seien sie noch so wünschenswert, ist nachrangig."
Geistiger Dünnpfiff, wie man ihn sich in der KED sicher auch von J.Gauck erhofft. Ob es auch so kommt? Schaumermal!
Im März 2005 offenbar schon noch: "Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt brauchen wir in Deutschland jetzt eine politische Vorfahrtsregel für Arbeit. Was der Schaffung und Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze dient, muss getan werden. Was dem entgegensteht, muss unterlassen werden. Was anderen Zielen dient, und seien sie noch so wünschenswert, ist nachrangig."
Geistiger Dünnpfiff, wie man ihn sich in der KED sicher auch von J.Gauck erhofft. Ob es auch so kommt? Schaumermal!
Dienstag, 31. Januar 2012
Volksverdummung heute
Endlich wieder "positive" Nachrichten - der EU-Gipfel bringt mal wieder einen Fä- äh Fiskalpakt, auch wenn sich niemand mehr Mühe gibt, darüber nachzudenken, was der jetzt eigentlich bringen soll. Es zählt, wie so oft, die Geste. Und ist dieses Finanzzeug nicht eh viel zu kompliziert?
Bei der BBC habe ich sehr einfache, auch für Bild-Leser verständliche Grafiken gefunden: Woher die "Euro-Krise" kommt, und wie sie ausgehen kann. Wichtige Fragen wie z.B. wo das ganze Geld eigentlich hingeht (Tipp: hat nur "jemand anders") werden zwar nicht behandelt, aber das wäre vermutlich auch schwer, ohne den "Constitution Protection Service" zu alarmieren.
Trotzdem bleibt die Frage, warum man sowas nicht in deutschen Leitmedien findet?
Und wer Lust hat, darf jetzt abstimmen, wie der Euro-Spaß ausgeht, anhand der Szenarien der BBC. Viel Spaß dabei!
Bei der BBC habe ich sehr einfache, auch für Bild-Leser verständliche Grafiken gefunden: Woher die "Euro-Krise" kommt, und wie sie ausgehen kann. Wichtige Fragen wie z.B. wo das ganze Geld eigentlich hingeht (Tipp: hat nur "jemand anders") werden zwar nicht behandelt, aber das wäre vermutlich auch schwer, ohne den "Constitution Protection Service" zu alarmieren.
Trotzdem bleibt die Frage, warum man sowas nicht in deutschen Leitmedien findet?
Und wer Lust hat, darf jetzt abstimmen, wie der Euro-Spaß ausgeht, anhand der Szenarien der BBC. Viel Spaß dabei!
Montag, 16. Januar 2012
Legenden des Fußballs (88)
Europapokal der Landesmeister 1991/1992, Vorrunde 2. Runde, 06.11.1991:
1.FC Kaiserslautern - FC Barcelona
1.FC Kaiserslautern - FC Barcelona
Mittwoch, 11. Januar 2012
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Freitag, 9. Dezember 2011
Frage des Tages
Bin ich der einzige, der in Texten zum tollen neuen EU-Spaß "Fäkalunion" statt "Fiskalunion" liest?
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